Portrait Christoph Donnerbauer - Scrabble und Fußball als Lernhilfe

Foto: Christoph Donnerbauer ist seit fünf Semestern freiwilliger Lernbegleiter

Die Lernbrücke des Diakoniewerks unterstützt Kinder aus Familien, in denen Geld, Zeit oder Platz zum Lernen nicht ausreichen. Der Salzburger Christoph Donnerbauer ist einer von rund 25 freiwilligen LernbegleiterInnen – und das seit fünf Semestern.

Egal ob Deutsch, Englisch oder Mathematik – Christoph Donnerbauer hilft bei Lernschwierigkeiten in jedem Fach bis zur 8. Schulstufe. Der 54-Jährige ist seit über zwei Jahren als freiwilliger Lernbegleiter im Diakoniewerk aktiv und nimmt sich dafür während des Schuljahres jeden Freitag zwei Stunden Zeit. „Mir hat die Idee der Lernbrücke einfach gefallen, weil es um die Hilfe zur Selbsthilfe geht und das den Kindern nachhaltig wirklich etwas bringt“, erklärt der Vater von zwei inzwischen erwachsenen Söhnen.

Aktuell hilft er einer Schülerin, die in die 4. Klasse der Neuen Mittelschule geht. Davor begleitete er einen jungen Burschen, bis sich dieser sicher war, den Schulabschluss auch ohne weitere Unterstützung zu schaffen. Ihm ist wichtig, die Kinder mit ihren Stärken und Interessen wahrzunehmen, und passt seinen Einsatz daran an. „Ich gebe den Kindern aber auch Tipps, wie sie das Lernen selbst organisieren können, z.B. mit Vokabelboxen. Zusätzlich versuche ich mit Spielen und mit Humor die Freude am Lernen zu stärken“, berichtet der begeisterte Scrabble- und Triominos-Spieler, der schon mal statt dem gemeinsamen Lernen den Ball kickt.

Neben den Erfahrungen, die er vermittelt, lernt er aber auch selbst noch viel. Durch die Lernbrücke bekomme er Zugang zur Lebenswelt der Jugendlichen und Einblicke in verschiedene Kulturen, erzählt er. „Es ist eine schöne Aufgabe, weil man soviel zurück bekommt. Gerade für pubertierende Burschen ist man nebenbei auch noch ein Rollenmodell“, sagt Donnerbauer, der gerne mehr Männer für das freiwillige Engagement begeistern möchte.

Unterstützung für Freiwillige
Ob sich sein freiwilliger Einsatz mit seiner beruflichen Selbstständigkeit vereinbaren lässt, bereitete ihm anfangs Bedenken. „Am Lernstandort in der Elternberatung sind zeitgleich aber auch noch zwei andere Lernbegleiterinnen aktiv und das hilft sehr. Wenn jemand von uns einmal nicht Zeit hat, betreuen die anderen die Kinder mit“, berichtet er. Unterstützung bekommen die Freiwilligen aber auch von zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen. Diese achten darauf, dass LernbegleiterInnen und Kinder gut zusammenpassen und organisieren bei Bedarf Hilfsmittel oder Vorträge zu unterschiedlichen Themen.

 

 

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